Medieninformation: Nach Wohnhausbrand in der Silvesternacht in Traun: Erste Mieterinnen und Mieter können im Juni in ihre Wohnungen zurück
Bekanntlich stand in der Silvesternacht ein Wohnhaus der Baureform-Wohnstätte in der Guido Holzknecht-Straße in Traun in Brand. Das Gebäude ist seither behördlich gesperrt. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurden umgehend beauftragt, nun gibt es eine erste positive Nachricht: Die Sanierung der Wohnungen im Erdgeschoß ist fertiggestellt, die Mieterinnen und Mieter könnten ab Juni zurückkehren – vorausgesetzt, die Stadtgemeinde Traun erteilt eine Teilbenützungsgenehmigung.
Foto © Landesfeuerwehrkommando
Die Vorstände der Baureform-Wohnstätte,
Dir.in Mag.a Claudia Hahn und Dir. Ing. Roland Hattinger, haben heute den Bauführer beauftragt, einen Bescheid auf Teilbenützungsgenehmigung bei der Stadtgemeinde Traun zu erwirken.
„Wir gehen von einem positiven Entscheid aus, da der Trauner Bürgermeister von Anfang an stark in der Angelegenheit engagiert war“, so die beiden Vorstände unisono.
Der Wohnhausbrand in Traun zu Silvester machte rund 50 Menschen über Nacht obdachlos. Die 24 im Jahr 1981 errichteten Wohnungen in der Guido Holzknecht-Straße 31 und 33 sind derzeit per Bescheid der Stadtgemeinde Traun gesperrt.
Die Baureform-Wohnstätte leitete nach dem Großbrand umgehend die notwendigen Sanierungsmaßnahmen ein und fand mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern individuelle Übergangslösungen. Vorstandsdirektor Ing. Roland Hattinger hat die aktuellen Zahlen: „Der Großteil der Mieterinnen und Mieter möchte wieder in ihrer alten Wohnung wohnen. Für drei Familien wurde eine neue Wohnung der Baureform-Wohnstätte gefunden. Eine Person wird in eine andere, freigewordene Wohnung im selben Haus umziehen. Insgesamt kehren somit 21 von 24 Hauptmieterinnen und Hauptmieter mit ihren Familien in die Guido-Holzknecht-Straße zurück.“
Die sechs Wohnungen im Erdgeschoß können aus technischer Sicht Anfang Juni wieder bezogen werden – vorausgesetzt, die Stadtgemeinde Traun erteilt die Erlaubnis dazu. Vorstandsdirektorin Mag.a Claudia Hahn informiert darüber, dass um die Erteilung einer Teilbenützungsbewilligung angesucht wurde: „Der Bauführer hat heute ein Schreiben mit allen erforderlichen Fertigstellungsattesten an die Stadtgemeinde Traun übermittelt, in dem um Genehmigung der Benützung der Erdgeschoßwohnungen ab 1. Juni 2026 angesucht wurde. Wir gehen davon aus, dass diese erteilt wird, da es auch im Interesse der Stadtgemeinde Traun liegt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner rasch zurückkehren können.“
Anfang Juli werden die Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoß bezugsfertig sein. Die Sanierung der durch den Dachstuhlbrand am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Wohnungen im dritten Obergeschoß dauert bis Ende August, der Bezug ist ab September möglich.
Zusätzliche Sanierungsmaßnahmen geplant
Vorstandsdirektor Ing. Hattinger ist für die technischen Belange der Baureform-Wohnstätte zuständig und zeigt sich erfreut, dass zusätzlich zu den aufgrund des Brandschadens notwendigen Sanierungsmaßnahmen weitere Verbesserungen am Objekt vorgenommen werden: „Wir nutzen die Gelegenheit, um das Gebäude Guido Holzknecht-Straße 31 und 33 thermisch zu optimieren und baulich auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen. Dafür hat Wohnbaureferent Dr. Manfred Haimbuchner bereits rasch und unbürokratisch eine Landesförderung zugesagt.“
Aufhebung der Mietenbefreiung bei Einzug und ein Appell
Zum jeweiligen Einzugstermin werden die Mieten, deren Vorschreibung ab Jänner ausgesetzt wurde, wieder eingehoben. Jene Familien, die eine Haushaltsversicherung abgeschlossen haben, hatten somit seit Jänner kaum durch den Brandschaden bedingte Kosten, die anderen mussten Transport, Inventar sowie Kosten für ein Ersatzquartier selbst tragen. Dazu Vorstandsdirektorin Hahn: „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, einen Appell an alle Mieterinnen und Mieter zu richten, eine Haushaltsversicherung abzuschließen. Vermieter können dies leider nicht vorschreiben. Im Ernstfall bleiben die Menschen unverschuldet auf einem Kostenberg sitzen, deshalb ist uns Bewusstseinsarbeit hier wichtig. Der Schaden durch den zusätzlichen zeitlichen und organisatorischen Aufwand ist ohnehin groß genug.“